Arbeitsgespräch im Koblenzer Büro des Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger | Zu einem Arbeitsgespräch kamen, auf Vermittlung von Herrn Joachim Deboeser, Vertreter der BI Bahnlärm Mosel e.V. Frau Dorothee Holsten und Herr Max Op den Camp im Büro des Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger zusammen. Die in 2015 gegründete Bürgerinitiative legte die besorgniserregende Situation im Moseltal sowie ihre Forderung nach Schutzrechten der Anwohner dem Abgeordneten dar.

Pilger, der Gründungsmitglied der fraktionsübergreifenden Parlamentsgruppe Bahnlärm im Deutschen Bundestag ist, zeigte hierfür großes Interesse und konnte den Gesprächspartnern einiges an anstehenden Fragen beantworten. Gerade auch das Moseltal benötigt weitere Hilfe bei dem Thema Bahnlärm. Die Moseltalbahn führt durch das enge Moseltal vorbei und auch mitten durch Dörfer und Städte (der Abstand zu bewohnten Häusern ist teilweise nur 5 Meter). Das Moseltal hat zwar- im Vergleich zum Rheintal – nur auf einer Seite eine zweigleisige Bahnstrecke, bedingt aber durch die enge Topographie und den äußerst kurvigen Verlauf des Tals ist es jedoch sehr lärmempfindlich. Die Belastung durch den Güterzuglärm ist kaum noch zu ertragen und droht insbesondere die Entwicklung von Wirtschaftskraft und Lebensqualität zu unterminieren, wenn die derzeitige Ausbauphase abgeschlossen ist und zusätzlicher Güterfernverkehr das Tal ohne Tempo- und Lärmlimits durchfährt.

Der nächtliche Güterzugverkehr ist enorm: 62 Züge, d.h. alle 7 Minuten von 22 Uhr bis 06.00 Uhr fährt ein Zug (Quelle Betriebsplanung DB Netz AG). Zusätzlich ist es so, dass allem sonstigen technischen Fortschritt zum Trotz sich die Lärmbelastung pro Zug erhöht hat. Hier muss dringend Einhalt geboten werden. Pilger versprach der Gruppe sich auch weiterhin für die Belange gegen den Bahnlärm einzusetzen und sagte auch bereits für weitere Veranstaltungen seine Unterstützung zu.

Zum Schluss:
Es muss Möglichkeiten geben, die die Situation grundlegend verbessert, denn die Entwicklung des Bahnlärms auch im Moseltal bedroht die Gesundheit und das Hab und Gut der Anwohner, sie bedroht die wirtschaftliche Prosperität und damit die Zukunft des Tals als Lebens- und Wirtschaftsraum.