Det­lev Pil­ger, MdB und Mit­be­grün­der einer par­tei­über­grei­fen­den Par­la­men­ta­ri­er­grup­pe gegen Bahn­lärm, zeigt sich ent­setzt über Aus­sa­gen des hes­si­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Vol­ker Bouf­fier (CDU), dass nur bei nach­ge­wie­se­ner Wirt­schaft­lich­keit die Alter­na­tiv­tras­se für den Güter­ver­kehr im Mit­tel­rhein­tal von Trois­dorf bis Bischofs­heim als vor­dring­li­cher Bedarf im Bun­des­ver­kehrs­plan auf­stei­ge.

Es ist nicht hin­nehm­bar, dass wirt­schaft­li­che Inter­es­sen über die Gesund­heit von Men­schen gestellt wer­den. Hier geht es um das Über­le­ben einer gan­zen Regi­on. Schau­en wir uns doch die Orte ent­lang der Bahn­tras­sen ein­mal an. Wer zieht denn hier­hin, wenn der Nach­bar Bahn im Vier­tel­stun­den­takt sozu­sa­gen durchs Wohn­zim­mer rum­pelt“, sagt Det­lev Pil­ger und gibt zu beden­ken, dass dies eine sehr ein­sei­ti­ge Sicht­wei­se des hes­si­schen Minis­ter­prä­si­den­ten sei. Zudem sieht er auch die Deut­sche Bahn wei­ter­hin in der Pflicht, bestehen­de Wag­gons umzu­rüs­ten. Schließ­lich beein­träch­ti­gen der Bahn­lärm, die damit ver­bun­de­nen Erschüt­te­run­gen und Fein­staub neben der Gesund­heit der Anwoh­ner auch deren Eigen­tum auf­grund sin­ken­der Immo­bi­li­en­prei­se und –wer­te und auch den Tou­ris­mus als Wirt­schafts­zweig einer gan­zen Regi­on.

Für ihn steht außer Fra­ge, dass schnellst­mög­lich Sofort­maß­nah­men grei­fen und die Geräusch­emis­sio­nen des Bahn­ver­kehrs dras­tisch gesenkt wer­den müs­sen – Not­falls auch mit Geschwin­dig­keits­be­gren­zun­gen für Züge, vor allem bei Orts­durch­fahr­ten.

Wir haben im Koali­ti­ons­ver­trag vie­le Punk­te mit Blick auf das Pro­blem Bahn­lärm rein­dik­tiert. Jetzt müs­sen wir die­se auch schnellst­mög­lich umset­zen“, so Pil­ger wei­ter.

Hier­für wird Pil­ger gemein­sam mit sei­nen Kol­le­gen in der Par­la­men­ta­ri­er­grup­pe dem­nächst ein gemein­sa­mes Eck­punk­te­pa­pier vor­stel­len, in dem kon­kre­te Maß­nah­men benannt und gefor­dert wer­den.