Die Koblenzer wohnen nicht nur im Eigenheim, sondern auch häufig zur Miete in Wohnungen. Aus diesem Grund sind auch in der zurzeit wachsenden Großstadt Koblenz, die Einwohnerzahl hat sich auf über 109.000 stabilisiert, Fragen nach der Zukunft des Wohnungsmarktes zu beantworten.

Hier ist auch die Bundespolitik gefordert. Deshalb lud der Koblenzer Bundestagskandidat Detlev Pilger, den Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Frank-Walter Steinmeier ein, mit ihm Gespräche über die Zukunft des Wohnens und bezahlbaren Wohnraum zu führen. Als Experten standen dem Spitzenpolitiker aus Berlin Vertreter der Koblenzer Wohnungswirtschaft Rede und Antwort: Der Vorsitzende der Wohnungsbaugenossenschaft „Modernes Wohnen“, Reiner Schmitz – hier war Detlev Pilger selbst 15 Jahre ehrenamtlicher Aufsichtsratsvorsitzender – sowie die Geschäftsführer der Koblenzer Wohnbau, Michael Siegel und Matthias Wollny.
Zusammen stellen beide Wohnungsbaugesellschaften über 4.000 Wohneinheiten in Koblenz, zählen deutschlandweit aber eher zu den kleineren Gesellschaften. Dies ist nach Ansicht des Vorsitzenden von Modernes-Wohnen Schmitz eher ein Vorteil, da „wir noch wissen, wer bei uns in den Häusern wohnt und wo wir ein besonderes Augenmerk auf ein friedvolles Miteinander haben müssen.“ Generationenübergreifende Wohnprojekte und Angebote, die auf ein gutes Miteinander der Hausbewohner setzen gehören für die beiden Wohnungsbaugesellschaften schon fast selbstverständlich dazu, dennoch sind sie aus Sicht Pilgers beispielgebend. Lob erfuhr von Schmitz und Siegel auch die Förderpolitik des Landes. Hier sei vieles Gutes auf den Weg gebracht worden, um günstigen Wohnraum zu schaffen oder zu erhalten.

Aber auch Problemfelder wurden in der Diskussion mit Frank-Walter Steinmeier offen angesprochen. So wünschenswert ein höherer Standard beim Energiesparen sei, müsse auch darauf geachtet werden, dass neue Verordnungen zum Energiesparen nicht das Gegenteil bewirken und Sanierungen teuer und in der Praxis ineffizient machen. Überein kamen die SPD-Politiker Steinmeier, Pilger und der Koblenzer SPD-Vorsitzende David Langner und Ratsmitglied Christian Altmaier mit den Vertretern der Wohnungsbaugesellschaften, dass bei genossenschaftlichen und öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften nicht der Profit im Vordergrund stehe, sondern der Wunsch,  Mietern ein bezahlbares und angenehmes Wohnen zu ermöglichen.

Wie viel die Koblenzer Wohnbau und „Modernes Wohnen“ in ihren Bestand investiert haben und wie großzügig und grün modernisiert wird, davon konnte sich Steinmeier vor Ort in der Goldgrube und in der ehemaligen Boelke-Kaserne überzeugen.

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