Bahnlärm macht krank – davon konnte sich Detlev Pilger einmal mehr vor Ort überzeugen. Anlässlich der jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr vor dem Bahnhof in Neuwied stattfindenden Dienstagsdemo der Interessengemeinschaft ‚Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen e.V.‘ sprach der Bundestagsabgeordnete und Gründungsmitglied der Parlamentariergruppe ‚Bahnlärm‘ zu den Demonstranten: „Sie haben ein Recht drauf, dass sich der Bahnlärm und auch die damit einhergehenden Erschütterungen und Schäden an ihrem Wohneigentum drastisch reduzieren. Und Sie haben auch ein Recht darauf das wir Parlamentarier uns hierfür einsetzen.“

In seiner Rede legte er dar, welche Schritte bereits unternommen wurden und zeigte den Weg auf, der noch vor ihnen liege. „Ich bin mir sicher, dass die Deutsche Bahn ihrer Zusage nachkommt und diese vielleicht sogar noch übererfüllt. Aber wir müssen auch dahin kommen, dass die übrigen Schienennutzer ihre Fahrgeräusche vermindern.“ Gleichzeitig unterstrich Pilger, dass es höchste Zeit sei, Ergebnisse von Seiten der Schieneverkehrsbetreiber einzufordern. Sonst drohe auch eine Verwaisung ganzer Städte entlang der Bahntrassen – ein Zustand, der teilweise bereits heute zu beobachten sei und dem es entgegenzuwirken gelte.

Immer wieder wurde Pilgers Rede eindrucksvoll durch vorbeifahrende Züge übertönt. Pilger versprach, auch weiterhin an dem Thema engagiert dran zu bleiben. Gleichzeitig wies er auch noch einmal auf die zentrale ‚Demo gegen Bahnlärm‘ am Samstag, 9. Mai um 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz des Hauptbahnhofes in Koblenz hin.