Eingeladen hatte Detlev Pilger, MdB die Vertreter aller türkischen Vereine und Gemeinden nach Urmitz/Rhein. Die Organisation und die Moderation der Veranstaltung übernahm der SPD Migrationsbeauftragte des Kreises Mayen-Koblenz Herr Hüseyin Ocar. Er begrüßte auch den Ortsbürgermeister Herrn Nobert Bahl, der es sich nicht nehmen ließ die Teilnehmer in Urmitz herzlich willkommen zu heißen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde berichtete der Vorsitzende des SV Urmitz Sven Kreienbrock von der sehr guten Zusammenarbeit des SV mit dem angeschlossenen ATA Urmitz. Nachdem Dieter Klöckner MdL wegen Krankheit endschuldigt wurde, hielt Detlev Pilger zum Einstieg in den Gedankenaustausch ein Impulsreferat, indem er seine Arbeit als MdB in Berlin und in seinem Wahlkreis darstellte. Im Anschluss hatten die anwesenden Teilnehmer die Möglichkeit Ihre Fragen, aber auch Ihre Probleme mitzuteilen.

Hiervon wurde rege Gebrauch gemacht. So wurde zum Beispiel von den Vertretern des Türkischen Elternbundes Bendorf e.V. die Sorge geäußert, dass der Muttersprachenunterricht in einigen Schulen in Gefahr sei. Damit würden die Kinder ein Stück ihrer Identität verlieren und auch eigene türkische Werte gingen verloren. Dies gilt aber gleichermaßen für alle Muttersprachen.

Detlev Pilger unterstützt den Elternbund in Ihrer Meinung, um hier alles für eine Beibehaltung des Unterrichtes für Muttersprachen zu tun. Auch der anwesende SPD Landesvorsitzende der AG Migration und Vielfalt Prof. Dr. Ziya Akcetin und Vorstandsmitglied Frau Natalia Reimer-Gutsch versprachen, dieses Thema weiter im Auge zu behalten.

Der neu gewählte Vorsitzende des Beirates Migration und Integration der Stadt Koblenz, Herr Serkan Genc, hatte einige Fragen an Detlev Pilger, die für die Flüchtlingshilfe von Bedeutung sind. Pilger stellte die Beschlüsse und finanzielle Hilfen zur Flüchtlingshilfe der Bundesregierung vor. Er betonte, das er aus seiner Tätigkeit als Stadtrat in Koblenz wisse welche große Aufgaben auf die Kommunen zukommen. Die zur Verfügung gestellten Finanzmittel werden sicher nicht ausreichen.

Zeki Akcan, Inhaber des Moslemischen Pflegedienstes in Koblenz, beleuchtete in seinen Ausführungen das Zustandekommen der großen Krisen in der Welt, die ja für die großen Flüchtlingsströmen verantwortlich sind. Der Vorsitzende des Türkischen Arbeitnehmervereins Koblenz, Herr Zekeriya Serbest, bedankte sich für die Hilfestellung von Pilger bei der laufenden Baumaßnahme in Koblenz-Lützel und bat Ihn auch weiterhin vermittelnd tätig zu sein.

Neben den Fragen an den Abgeordneten entwickelte sich aber auch ein Austausch untereinander, so z.B. zwischen der Moscheegemeinde Andernach und den Vertreter/-innen des Türkischen Elternbundes. Dies zeigt, dass es auf vielen Feldern einen großen Redebedarf gibt. Hüseyin Ocar regte daher ein regelmäßiges Treffen an, dieser Meinung waren auch alle Teilnehmer.