Auf Einladung der BI Erdkabel Urbar traf sich Detlev Pilger mit den Sprechern der Bürgerinitiative. In den Räumen, der Gemeindeverwaltung legte die BI Ihre Bedenken gegen die geplante Trassenführung des neuen Leitungsnetzes, das erstmalig Leitungen von Gleich-und Wechselstrom auf demselben Mast (Hybridmast) vorsieht, dar. In Urbar sollen die vorhandenen Masten genutzt werden und dementsprechend umgebaut werden; der Projektbetreiber beruft sich hierbei auf einen Altbestandumbau.

Dies würde zur Folge haben, dass der gesetzliche Abstand von 400 Metern zur Wohnbebauung, was bei Neubauten standardgemäß eingehalten wird, nicht eingehalten werden muss. Werden hier bewusst gesundheitliche Gefahren für die Bevölkerung in Urbar in Kauf genommen? Neben der dichten Wohnbebauung ist auch der Kindergarten innerhalb dieser gesetzlichen Neubaugrenze. Durch die weltweit erste Zusammenlegung der Stromarten auf einen Mast, werden die Anwohner unter Umständen erheblichen Gefahren ausgesetzt, hier existiert noch nicht eine wissenschaftliche Studie.

Dennoch sollen die Anwohner diesem „Feldversuch“ ausgesetzt werden. Die Forderung der Bürgerinitiative ist, die Trassenführung über den vorgeschlagenen Ausweichkorridor, bzw. die Verlegung der Gleichstromkabel unter die Erde. Ebenfalls wird gefordert, dass keine Inbetriebnahme und der Bau von Ultranet ohne Vorliegen ausreichender Humanstudien gemäß Empfehlung der SSK erfolgen. Das Stromempfängerland Bayern wird interessanter Weise keine übererdigen Stromtrassen genehmigen.

Da auch andere Gemeinden wie beispielsweise Weißenthurm, Vallendar, Bad Ems oder auch Koblenz betroffen sind, wird man sich hier um eine noch breitere Bürgergruppe bemühen. Detlev Pilger, ebenfalls noch Stadtratsmitglied in Koblenz, verspricht: „Das Thema werde ich im Rat zur Sprache bringen. Ich werde mich auch in Zukunft einbringen und die durchaus berechtigten Belange der Bürger unterstützen!“