Generalsekretärin Andrea Nahles und Bundestagskandidat Detlev Pilger zu Gast. Welche Themen bewegen die Menschen im Kreis Mayen-Koblenz im Bereich der Integrationspolitik? Wo liegen die derzeitigen Schwerpunkte in der öffentlichen Debatte? Diesen und weiteren Fragen ging in seiner Veranstaltung der Arbeitskreis Migration des SPD-Kreisverbandes Mayen-Koblenz nach. Hierfür hatte die Türkisch-Islamische Union e.V. – DITIB Yeni Cami Bendorf ihre Türen für die zahlreichen SPD-Mitglieder und die Gäste aus dem Kreis geöffnet. Der Migrationsbeauftragte der SPD Mayen-Koblenz, Hüseyin Ocar, freute sich, zu der Gesprächsrunde unter anderem die Generalsekretärin der Bundes-SPD, Andrea Nahles, und den Bundestagskandidaten für Koblenz, Detlev Pilger, begrüßen zu dürfen. Zunächst führte die Dialogbeauftrage der DITIB in Bendorf, Frau Fatma Sönmez, durch die Räumlichkeiten und stellte dabei sowohl den Gebetsraum und die Moschee als auch die Gebetspraktiken vor. Die zahlreichen Gäste horchten interessiert den Ausführungen von Frau Sönmez und beteiligten sich gleichermaßen mit zahlreichen Fragen am Informationsaustausch. Im Anschluss daran stellte Andrea Nahles in einem kurzen Statement die migrations- und integrationspolitischen Forderungen der SPD dar, wobei unter anderem die Themen doppelte Staatsbürgerschaft und Optionspflicht oder die elektronische Aufenthaltskarte zur Sprache kamen.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles (2. v. r.) und Bundestagskandidat Detlev Pilger (2. v. l.) besuchten den Arbeitskreis Migration der SPD Mayen-Koblenz.Foto: Arbeitskreis Migration in der SPD Mayen-Koblenz

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles (2. v. r.) und Bundestagskandidat Detlev Pilger (2. v. l.) besuchten den Arbeitskreis Migration der SPD Mayen-Koblenz.Foto: Arbeitskreis Migration in der SPD Mayen-Koblenz

Detlev Pilger, der bei der Bundestagswahl im September als Direktkandidat für den Wahlkreis Koblenz antritt, sprach über persönliche Erfahrungen und thematisierte die Notwendigkeit einer guten Bildungspolitik, die alle mitnehme und gelingende Integration durch soziale, demokratische und wirtschaftliche Teilhabe erst möglich mache. Intensiv wurde auch das Thema Rassismus diskutiert, das aufgrund der aufgedeckten Mordserie um den sogenannten „NSU“ wieder öffentlich wurde, sich aber oftmals auch in den Erfahrungen vieler Migrantinnen und Migranten mit alltäglichem Rassismus zeigt. Im Anschluss an die Diskussionsrunde kamen die Gäste bei einem leckeren Imbiss, den die Frauengruppe der Gemeinde vorbereitet hatte, zusammen und konnten sich so noch einmal in informeller Runde austauschen. „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten und unseren Gästen für diese gelungene Veranstaltungen. Als Arbeitskreis Migration der SPD Mayen-Koblenz wollen wir unseren Teil dazu beitragen, im gemeinsamen Diskussionsprozess ein besseres Miteinander der Kulturen zu gestalten, Erfahrungen auszutauschen und Vorurteile abzubauen.“, so der Migrationsbeauftragte der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Kreis, Hüseyin Ocar, abschließend. Der Arbeitskreis Migration des SPD-Kreisverbandes Mayen-Koblenz setzt sich regelmäßig mit allen relevanten migrations- und integrationspolitischen Themen auseinander. Interessierte können sich unter der E-Mail-Adresse hueseyinocar@web.de melden, um über Aktuelles aus dem Arbeitskreis informiert zu werden.