Detlev Pilger, SPD Bundestagskandidat im Wahlkreis Koblenz begrüßte den Europaabgeordneten Norbert Neuser als Gast bei „60 Minuten SPD – im Dialog“

Gleich die Eingangsfrage, wodurch denn die Koblenzer Bürgerinnen und Bürger konkret merken, dass sie einen Abgeordneten im europäischen Parlament sitzen haben, ließ sich gar nicht so konkret beantworten, wie die Zuhörer der gut besuchten Dialogrunde sich dies erhofft hatten. Neuser stellte fest, dass die Wirkung auf Koblenz und die Region eher eine indirekte sei und verdeutlichte dies am Beispiel der europäischen Regionalprogramme für Tourismus für die Region und am europäischen Sozialfond (ESF).

„Die Region erhält vor allem finanzielle Mittel zum Ausbau des Tourismus und über den ESF stehen Gelder zur Verfügung, um Ausbildungsprojekte und berufliche Qualifizierungsmaßnahmen zu fördern“, erklärt  Neuser und kritisiert, dass es dabei manchmal schon nach dem Gießkannenprinzip zuginge.

Bundestagskandidat Detlev Pilger weiß, dass die  Mittel für Projekte mit jungen Arbeitslosen im Landkreis Mayen-Koblenz regelmäßig abgerufen werden. „Im Landkreis gibt es ein gut funktionierendes Konzept und wir setzen uns dafür ein, dass diese Möglichkeiten auch in Koblenz noch besser ausgeschöpft werden zum Nutzen der betroffenen jungen Menschen.“, erklärt Pilger.

Auch im Kampf gegen den Bahnlärm im Mittelrheintal hat Norbert Neuser einen guten Tipp im Gepäck. Zur besseren Vernetzung von Europa im Bereich Verkehr und Energie werden in den nächsten sieben Jahren zwischen 20 und 30 Mrd. Euro von der EU zur Verfügung gestellt, so Neuser. Es gelte deshalb jetzt ein Konzept für eine alternative Güterbahntrasse, die das Mittelrheintal dauerhaft und nachhaltig entlasten kann, auf den Tisch zu legen und die entsprechenden Fördermittel bei der EU zu beantragen.

In einem regen Dialog beantwortete Norbert Neuser Fragen nach dem politischen Alltag in Brüssel und Straßburg und erläuterte seinen Themenschwerpunkt im europäischen Parlament – die Entwicklungshilfe mit besonderem Blick auf Nordafrika.

„Ich freue mich, dass wir mit Norbert Neuser einen Gast begrüßen konnten, der hinter der europäischen Idee steht und diese zurecht als europäisches Erfolgsmodell der Nachkriegszeit bezeichnet“, resümiert Detlev Pilger die Dialogveranstaltung.