Horchheim erkunden, so lautete das Motto der Stadtteilbegehung, zu der die SPD-Horchheim eingeladen hatte. Gemeinsam mit dem Bundestagskandidaten Detlev Pilger wurde von der Gaststätte „Am Eck“ in Richtung Alter Weg und Weitenbornstraße gestartet. An der Einmündung „Dritteneimerweg“ gab es einen ersten Stopp.

Eine Keramikplatte erinnert an einen Bildstock/Flurkreuz, der Zugang zu den Weinbergen war. Robert Stoll, ein echtes Horchheimer Urgestein und Vorstandsmitglied bei den Heimatfreunden, gab Erläuterungen zur Geschichte des „Schwarzen Hilligstock“. Weiter führte der Weg bis zur Kapelle am Haukertsweg und bis zur Ortsgrenze nach Lahnstein. Detlev Pilger, als sozialpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion konnte sich ein Bild über den Zustand des dort befindlichen Spielplatzes machen. Über einen schmalen Weg ging es in die Mendelssohnstraße und über die blaue Brücke zur Brandenburg- und Mittelstraße. An einigen Häusern ist noch gut zu erkennen, welche Geschäfte sich einst darin befanden. Leider hat sich im Punkte Infrastruktur sehr viel geändert, nicht zum Vorteil der Bevölkerung.

Der Rundgang führte weiter in die Emser Straße zum neuen Seniorenheim „St. Joseph“. Hier gab Gertrud Block, die Vorsitzende der SPD-Horchheim, Erläuterungen zum Ausbau des 2. Bauabschnittes der Emser Straße. Vor Ort konnten sich die Anwesenden ein Bild über die Notwendigkeit des Ausbaues machen.

Abgelehnter Antrag stößt auf Unverständnis

Das die ADD Trier den Bauantrag auf Freigabe der Mittel abgelehnt hat, stößt bei den SPDlern und bei der Bevölkerung auf Unverständnis. Seitens der Koblenzer Verwaltung soll ein weiterer Anlauf bei der ADD genommen werden, insbesondere unter dem Aspekt von Kostenersparnissen bei Gemeinschaftsmaßnahmen.

Gegenüber vom Seniorenheim steht das älteste Haus Koblenz, das „Romanische Haus“, ehemals Präsenzhof des Stiftes St. Florin. Aus dem Konjunkturpaket II aus dem Jahre 2009 sind Gelder für den Erhalt dieses historischen Gebäudes bereitgestellt und verbaut worden. Nun steht das Gebäude zum Verkauf und sucht einen neuen Eigentümer. Am Kolpinghaus ging es vorbei, neben der Bahnanlage zur Kirchstraße bis zur Grundschule, vorbei am Spielplatz, der sich zwischen Müfflingstraße und Collgasse befindet.

Ein Platz zum Wohlfühlen

Auch hier zeigt sich ein Platz, an dem sich Kinder wohl fühlen und nach Herzenslust spielen können. Der alte Baumbestand wurde stehen gelassen und eine Einzäunung grenzt dem Spielplatz von der Straße und Bahnanlage ab.

Von der Grundschule ging es über einen schmalen Weg zum ehemaligen Pretzgelände, das heute im Eigentum von Bethesda ist. Ein kurzer Stopp an der Luther-Kapelle, wo Robert Stoll einiges zur Geschichte dieses Gebäudes zu berichten hatte.

Weiter ging der Fußmarsch zur Allee mit ihrem alten Baumbestand. Hier wurde ein paar Minuten innegehalten und der schöne Blick auf den Rhein genossen. Über den Wiesenweg, wo einst die Straßenbahn entlang ratterte, ging es in den Mendelssohnpark. Auch hier gibt es nicht nur Bänke zum Ausruhen, sondern auch einen Spielplatz, der von den Kindern mit viel Freude angenommen wird. Gertrud Block gab noch einige Erläuterungen zum Radweg Horchheimer Eisenbahnbrücke und zur Brücke Beckenkampstrasse/Ravensteynbrücke ab, bevor es zum Abschluss ins Heimatmuseum ging. Detlev Pilger bedankte sich bei der Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins für die gelungene Veranstaltung.