Der demographische Wandel der Gesellschaft ist auch in Koblenz spürbar und es ist der Koblenzer SPD ein wichtiges Anliegen, dass den älteren „Schängel“ unter uns bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes Leben in Würde in ihrer Heimatstadt ermöglicht wird.

Detlev Pilger, SPD Bundestagskandidat im Wahlkreis Koblenz, begrüßte zu diesem Thema im Rahmen der Diskussionsreihe „60 Minuten SPD – im Dialog“ den Koblenzer Sozialplaner Roman Klein.

Klein entwickelt seit über 20 Jahren Konzepte im sozialen Bereich. Hierbei betreut er sowohl Angebote für Kinder- und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen, als auch Wohnprojekte für ältere Menschen. Er weist vor diesem Erfahrungshintergrund darauf hin, dass es seiner Auffassung nach jedoch nicht die dringlichste Aufgabe der Gesellschaft sei, stetig neue Projekte zu kreieren, sondern zunächst die Generationenbarrieren in den Köpfen und Herzen der Menschen zu beseitigen.

Dies weiß auch Detlev Pilger:„Generationenübergreifende Arbeit ist nicht nur bereichernd für die beteiligten Menschen, sondern auch für das gesellschaftliche Zusammenleben an sich, denn generationenübergreifendes Miteinander macht unsere Gesellschaft menschlicher. Diese Entwicklung hin zu mehr Gemeinsamkeit ist sehr wünschenswert, um den negativen Folgen der Individualisierung unserer Gesellschaft entgegenzuwirken.“

Immer wieder, so beklagt sich Roman Klein, stoße er in seiner Arbeit aber auf bürokratische Hürden, die der Umsetzung kreativer Ideen, die Generationen verbinden können, im Weg stehen. Die Installation generationenübergreifender Wohnprojekte oder die Gestaltung einer Spielplatzfläche zur einer Kombination aus Spielplatz und Stadtteiltreffpunkt für  die Begegnung zwischen jung und alt, seit aufgrund bestehender formaler Bestimmungen oft  nur schwer möglich. Diesen Aspekt greift Detlev Pilger, der auch jugend – und sozialpolitscher Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat ist, auf und gibt zu, dass es oft ein langer Weg ist, einerseits verwaltungsrechtliche Vorschriften, die allgemein gültig sein und rechtlich Bestand haben müssen,  und andererseits innovative Ideen auf einen Nenner zu bringen.

„Dabei“, so Pilger, „ sind Projekte wie das von Roman Klein initiierte Zeitzeugenprojekt unter dem generationenübergreifenden Gedanken, sehr wertvoll. Denn es bietet älteren Menschen die Möglichkeit, über ihre Geschichten, Erlebnisse und Erfahrungen zum Teil zum ersten Mal zu berichten und damit auch Kriegs- und Nachkriegserfahrungen aufzuarbeiten. Gleichzeitig wird jungen Menschen die Chance gegeben, von diesen Erlebnissen zu erfahren.“