Im November besuchte Detlev Pilger die Ardagh-Gruppe, um sich auszutauschen und sich zu informieren. Nachdem das Europäische Parlament den Klimanotstand ausgerufen hat, ist es nun wichtiger denn je, nachhaltig zu handeln. Hierzu zählt es ebenfalls, in der Industrie umweltschonend zu produzieren. „Im Informationsgespräch ist mir klar geworden, dass die Ardagh seit längerer Zeit einen Transformationsprozess durchgemacht hat, um ökologisch und sozial verträglich Getränkedosen zu produzieren. So konnte das Dosengewicht und damit das verbrauchte Material von 75 Gramm auf 15 Gramm in den letzten 40 Jahren durch Innovationen und Forschung – in Zusammenarbeit mit Thyssen Krupp –  gesenkt und eine Recyclingrate von 99 Prozent erreicht werden.“, fasst Detlev Pilger, MdB zusammen. „Darüber hinaus haben wir den Energie- und Wasserverbrauch sowie Abfälle drastisch reduziert“, so Wolfgang Hinkel, langjähriger Geschäftsführer in Weißenthurm „Die Branche unterstützt zudem viele Entwicklungsprojekte zum Klimaschutz. Nur so funktionieren moderne und nachhaltige Unternehmen“, ergänzte Dr. Karl Tack, Vorstandsvorsitzender beim Verband Deutscher Mineralbrunnen.

Auch waren Arbeitsbedingungen im Betrieb ein wichtiges Thema. Ali Yener, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, erklärt hierzu: „Die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk sind auch beispielhaft für die Region. Spätestens seit der Umstellung des Schichtsystems mit längeren Ruhepausen und mit den guten Löhnen sind alle zufrieden.“. „Das ist eine Entwicklung, die äußerst begrüßenswert ist.“, lobt Detlev Pilger, MdB.

Die Umweltverträglichkeit der Getränke-Dosen ist heute sehr gut und einen Vergleich mit Mehrwegflaschen muss die Dose daher in den seltensten Fällen scheuen. „Es gibt immer mehr unterschiedliche Mehrweg-Pfandflaschen, die immer weiter durch die Republik per LKW gefahren werden“, so Stephan Rösgen, selbständiger Berater der Fa. Ardagh „deshalb stimmt es schon lange nicht mehr, dass Mehrweg per se besser als Einweg ist.“ Wichtig für die CO2-Bilanz seien die Transportwege. Die Dosen aus Weißenthurm werden daher maximal 215 Kilometer weit transportiert. „Verpackungen sind kein Selbstzweck, sondern schützen das Lebensmittel und sind zudem Wertstoffe. Wir in Deutschland müssen eine Vorbildfunktion in die Welt ausstrahlen.“, schließt Detlev Pilger, MdB ab.