Das neue Kulturgebäude auf dem Zentralplatz funktioniert nach Ansicht von GDKE-Generaldirektor Thomas Metz nur, wenn die Anbindung zum Rhein optimal gelingt. Diese These stellte der Chef der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz bei der Veranstaltung „60 Minuten SPD – im Dialog“ auf. Besonderes Augenmerk solle die Stadt darauf legen, die Durchlässigkeit vom Rheinufer zu Alt- und Innenstadt für Einheimische wie Gäste offen und ansprechend zu gestalten. Vieles sei hier im Zuge der BuGa richtig auf den Weg gebracht worden. Beim Kurfürstlichen Schloss sieht Metz aber noch weiteres Entwicklungspotential. Ihm stelle sich vor allem die Frage, ob das Gebäude als Verwaltungssitz genutzt werden müsse. Attraktiv könne zum Beispiel eine Nutzung als Hotel sein. David Langner, Vorsitzender der Koblenzer SPD, nahm als Moderator die Anregungen interessiert auf.

Natürlich drehten sich viele Fragen auch um die Festung Ehrenbreitstein und den Erhalt der Seilbahn. Metz teilte mit, dass das Landesmuseum auf der Festung im Jahr 2013 einen Schwerpunkt bilden wird. Eine attraktive Ausstellung eröffnet im Juni ihre Pforten. Auch das gastronomische Angebot soll verbessert werden. Viele Dialogteilnehmer brachten das Thema Seilbahn auf den Punkt: Die Seilbahn ist zu einem Garant für die Besucherzahlen auf der Festung geworden. Durch sie erleben Koblenzer und Gäste die Festung seit der BUGA intensiv. „Die Festung ist an Koblenz herangerückt und so soll es auch bleiben“, unterstützt auch David Langner die vielseitigen Bemühungen, den Seilbahnbetrieb aufrecht zu erhalten.
13-04-06 Dialog mit MetzDoch Metz beschäftigte sich nicht nur mit aktuellen politischen Themen. So erläuterte er, dass Koblenz zur Römerzeit eigentlich ein Provinznest war. Dies lag zum einen daran, dass Trier seinerzeit das politische Zentrum des römischen Reiches war, und zum anderen daran, dass der Andernacher Hafen von großer wirtschaftlicher Bedeutung war. Metz freut sich, dass die Landesarchäologie aktuell in der glücklichen Lage ist,  Zeit für Grabungen im Andernacher Hafenbecken zu haben, da es bei den geplanten Erweiterungsarbeiten zu zeitlichen Verzögerungen gekommen ist. „Wir hoffen auf das ein oder andere interessante Fundstück im Grund des Hafenbeckens zu stoßen, was damals bei der Verladung über Bord gegangen ist“, gibt sich Metz erwartungsvoll. Metz erläuterte, dass er seine Kernaufgabe darin sehe, einerseits historisches Erbe zu erhalten und andererseits den Menschen die Teilhabe daran zu ermöglichen. Dies sei nicht immer einfach, denn die Interessen der unter dem Dach der GDKE zusammengefassten Denkmalpflege und dem Bereich Burgen, Schlösser, Altertümer, sowie den Landesmuseen seien manchmal verschieden.
Die nächste Runde von „60 Minuten SPD – im Dialog“ findet am Samstag, den 04.05.2013 um 11.00 Uhr im Dormont’s in der Koblenzer Gemüsegasse statt. Als Gast wird diesmal der Koblenzer Roman Klein, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kinderseele und Geschäftsführer einer gemeinnützigen heilpädagogischen Einrichtung, erwartet.