Gemein­sam mit sei­ner Vor­stands­kol­le­gin Dr. Anna Köb­ber­ling, MdL begrüß­te der stv. Vor­sit­zen­de der SPD Koblenz Chris­toph Kret­sch­mer den Vor­stands­vor­sit­zen­den und die Geschäfts­füh­re­rin der Koblen­zer­Bür­ger­Stif­tung Rai­ner Lin­nig und Kath­le­en Bene­ken­stein. Bekannt­heit hat die Stif­tung, die vom dama­li­gen Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Schul­te-Wis­ser­mann und dem dama­li­gen Spar­kas­sen­di­rek­tor Dötsch gemein­sam mit 103 Koblen­zer Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ins Leben geru­fen wur­de und im ver­gan­ge­nen Jahr bereits sein 10-jäh­ri­ges Jubi­lä­um fei­ern konn­te, vor allem durch sein Koblenz­er­Lern­pa­ten­Pro­jekt für Schü­le­rin­nen und Schü­ler erlangt.

Wäh­rend sich die Koblen­zer­Eh­ren­amts­Agen­tur als Mitt­ler zwi­schen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ver­ste­he, die ehren­amt­lich tätig sein wol­len und jenen, die Ehren­amt­ler für ganz unter­schied­li­che Zwe­cke und Berei­che suchen, rich­tet sich das Ange­bot der Lern­pa­ten aus­schließ­lich an Grund­schul­kin­der.

Das Lern­pa­ten­Pro­jekt ist kein klas­si­sches Nach­hil­fe­pro­jekt. Der Fokus liegt auf der emo­tio­na­len und sozia­len Unter­stüt­zung der jewei­li­gen Kin­der. Hier­bei mer­ken wir immer stär­ker, dass wir mit unse­rem Ange­bot einen vor­han­de­nen Struk­tur- und Bezie­hungs­hun­ger bei den Kin­dern stil­len”, so Lin­nig. Gleich­zei­tig gren­ze sich das Pro­jekt strikt von klas­si­scher sozia­ler Arbeit ab, da es über die Schu­le hin­aus kei­ne Betreu­ung anbie­te und sich nicht in die Fami­li­en­struk­tur ein­brin­ge. Auch wenn die Lern­pa­ten Grund zur Annah­me haben, dass das Kind oder die Fami­lie mehr und spe­zi­el­le Hil­fe benö­ti­ge, ende die Arbeit der Paten. Das Pro­jekt sei 2011 direkt an 5 der 25 Koblen­zer Grund­schu­len gestar­tet. Die Paten kom­men aus allen erdenk­li­chen beruf­li­chen Berei­chen. Auch dass sich Stu­den­ten der Päd­ago­gik am Pro­jekt betei­li­gen, käme vor. Im Vor­feld wer­den die Lern­pa­ten pro­fes­sio­nell und inten­siv geschult, bevor sie ihre Arbeit auf­neh­men. Dass das Pro­jekt rich­tig und wich­tig sei zei­ge auch, dass die Lern­pa­ten mit “ihren” Kin­dern noch nach Abschluss der Beglei­tung in Kon­takt blie­ben und ihren wei­te­ren Lebens­weg mit­ver­fol­gen.

Zum Ende der Ver­an­stal­tung waren die Gäs­te auf­ge­for­dert, Wün­sche an die Poli­tik zu for­mu­lie­ren. Rai­ner Lin­nig bat, die Idee und den Gedan­ken des Lern­pa­ten­Pro­jek­tes wei­ter bekannt zu machen und hier­für zu wer­ben — auch mit Blick auf ehren­amt­li­che Patin­nen und Paten. An Poli­tik und Ver­wal­tung rich­te­te er den Wunsch nach grö­ße­rer Wert­schät­zung und Unter­stüt­zung. Denn immer­hin müs­sen zusam­men für alle Pro­jek­te rund 50.000 Euro im Jahr auf­ge­bracht wer­den, wovon allei­ne auf das Lern­pa­ten­pro­jekt rund 30.000 Euro ent­fal­len.