Für zwei Wochen konnte ich ein Praktikum im Abgeordnetenbüro von Detlev in Berlin ableisten. In dieser doch kurzen Zeit konnte ich so viele Erfahrungen sammeln, die man auch auf ein halbes Jahr hätte verteilen können. Dennoch, ich wäre gerne länger geblieben, da es immer noch mehr zu entdecken gibt.
Nicht nur, dass es allein in der Stadt Berlin schon so viel Dinge gibt, die es sich zu sehen und mitmachen lohnt, habe ich dazu auch noch ein Praktikum absolviert, das noch viel mehr interessante Termine mit sich brachte. Obwohl man „nur“ bei den zahlreichen Sitzungen, das heißt Arbeitsgemeinschaften, Ausschüssen, Plenarsitzungen oder andere Terminen, zuschaut und logischerweise nicht selbst mitredet, ist das für einen politikinteressierten jungen Menschen, zu denen ich mich zähle, äußerst spannend und lehrreich.
Ich war als Praktikant zum Greifen nah an Politikern und anderen berühmten Persönlichkeiten (wie z.B. dem DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach), die ich sonst nur aus den Medien kenne. Es kam auch vor, dass ich zusammen mit Jürgen Trittin die Treppe hinunterging. Solche und ähnliche nette Begegnungen sind dem außerordentlich wichtigen und gleichzeitig sehr praktischen Hausausweis zu verdanken. Als Praktikant stehen dir alle (Fuß)-Wege offen, die auch die Minister und Abgeordneten nutzen und angenehmerweise musst du auch nicht mehr anstehen, wenn ich den Reichstag betreten möchte.
Neben diesen eher passiven (aber trotzdem sehr spannenden) Tätigkeiten bietet der Bundestag zahlreiche andere Programmpunkte für PraktikantInnen an. Neben Führungen durch die Gebäude gibt es anregende Diskussionen, die von Menschen begleitet werden, die in ihren jeweiligen Bereichen mit interessantem Fachwissen begeistern können.
Außer diesen Terminen die im Paul-Löbe-Haus oder dem Reichstag stattfinden gibt es noch die Arbeit im Büro, die ebenso erwähnenswert ist. Die angenehme und oft witzige Atmosphäre, dank der Mitarbeiterinnen Ceren und Johanna und auch der KollegInnen aus den Nachbarbüros, ist mir schon am ersten Tag positiv aufgefallen. Auch als der nicht weniger nette Chef Detlev dazu kam, blieb es dabei. Natürlich wird auch fleißig gearbeitet und ich konnte (hoffentlich) helfen, wenn ich Themen, die Detlev in den Ausschüssen betreffen, aufgearbeitet und zusammengefasst habe.
Es bleibt zu sagen, dass die zwei Wochen eine wirklich tolle und lehrreiche Erfahrung waren, die ich nur jedem Politik-begeisterten jungen Menschen ans Herz legen kann. Nach den kurzen zwei Wochen fiel es mir nicht leicht von den Gebäuden, dem Hausausweis und den Kollegen Abschied zu nehmen. Vielleicht kehre ich ja mal zurück, denn Möglichkeiten und Arbeit gibt es in unserer Volksvertretung im Bundestag schließlich genug.