Die ver.di Betriebsgruppe unterstützt den Streik der Erzieher und Sozialarbeiter deutschlandweit und bei der eigenen Kommunalverwaltung in Bendorf. Die betroffenen Mitarbeiter beteiligten sich bereits an den Warnstreiks von ver.di, so auch vor wenigen Tagen beim Streikaktionstag in Koblenz, wo auch SPD-Bundestagsabgeordneter Detlev Pilger es sich nicht nehmen ließ vorbeizuschauen und sich mit den (Bendorfer) ver.di Kollegen (Foto: 4.v.l.) zu solidarisieren.

Bei der Urabstimmung in Bendorf stimmten mehr als 90 Prozent der ver.di Mitglieder für den Streik. Alles im Leben ist dialektisch und hat zwei Seiten, meinen die Gewerkschaftler der DGB-Gewerkschaft: Die starre Haltung der Arbeitgeber führt zur Stärkung der Gewerkschaft und der Unterstützung der ver.di Forderung durch die Beschäftigten. Die ver.di Betriebsgruppe, so deren Vertrauensleutesprecher, Ferhat Cato, hat so viele Neueintritte wie nie und einen seit ver.di Gründung (2001) Mitgliederhöchststand erreicht, und das ist ganz sicher auch eine Reaktion der Betroffenen und anderer Kollegen, die sich mit der Forderung der Gewerkschaft im KiTa- und Sozialbereich solidarisieren.“

Der Streik betrifft auch die anderen Berufsgruppen, denn wenn bei dieser Auseiandersetzung die Erzieher scheitern, wird es für alle Andern ähnlich schwer.
Setzen sich die Arbeitnehmer durch, so hat diese Berufsgruppe eine Tür aufgemacht, durch die alle anderen Berufsbilder ähnlich durchstoßen können.

Abschließend appellierten die Gewerkschafter an ihre Kolleginnen und Kollegen in kirchlichen Kindertagesstätten, die nicht streiken dürfen, nicht unsolidarisch „Ersatz“ zu spielen und durch Mehrarbeit Kinder aus den bestreikten städtischen KiTa’s aufzunehmen. Wörtlich: „Wir streiken auch für Euch!“
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