Ab dem 1. Juli ist die Verbandsgemeinde (VG) Untermosel Geschichte. Dann nämlich wird sie zusammen mit der VG Rhens die VG Rhein-Mosel bilden. Hendrik Hering, Vorsitzender der SPD-Fraktion in Mainz, würdigte nun beim Neujahrsempfang der SPD Untermosel ausdrücklich diese Fusion. „Die Menschen werden sehr schnell merken, dass durch dieses Zusammengehen Einsparpotenziale frei werden, die der Region auch wieder zugutekommen“, betonte der 49-jährige Politiker.Hering verteidigte zudem den mit der CDU in Berlin geschlossenen Koalitionsvertrag und sagte: „Gemessen an den 25 Prozent, die wir bei der Bundestagswahl bekommen haben, haben wir viel erreicht.“ Der größte Erfolg aus Sicht des ehemaligen Wirtschaftsministers ist die Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes in Höhe von 8,50 Euro. „Und davon profitieren in Deutschland rund fünf Millionen Arbeitnehmer, unter anderem im Friseurhandwerk, im Sicherheits- und Reinigungsgewerbe sowie im Tourismus“, sagte Hering.

OLYMPUS DIGITAL CAMERANeben der Bundespolitik ging Hendrik Hering auch auf die Landespolitik ein. Hinsichtlich des Bahnlärms plädierte er dafür, dass die Güterzüge entsprechend umgerüstet werden. „Wir müssen den Lärm an der Quelle verhindern und nicht durch Lärmschutzwände. Kein Mensch zieht nämlich an die Mosel, um von seinem Fenster aus auf eine Lärmschutzwand zu blicken anstatt ins Moseltal“, sagte Hering. Vom Einsatz modernster Technik bei den Zügen verspricht sich der SPD-Fraktionsvorsitzende eine Halbierung des Krachs und fügte an: „Und in Zukunft muss es einen Stichtag geben, von dem an nur noch Güterzüge, die mit dieser modernen Technik ausgerüstet sind, das Rheintal passieren dürfen.“

Zum Gräberfeld, das im vergangenen Jahr in Kobern-Gondorf bei Bauarbeiten für ein neues Einkaufszentrum gefunden wurde, betonte Landtagsabgeordneter Benedikt Oster, dass im Februar über diese Thematik Gespräche mit Kulturstaatssekretär Walter Schumacher geführt werden sollen. „Wir befürworten die Errichtung dieses Einkaufsmarktes, aber wir müssen sehen, wie man hier Kultur und Handel in Einklang bringt“, sagte Oster.