Detlev Pilger, Bundestagskandidat der SPD, begrüßte zum Jahresauftakt der Veranstaltungsreihe „60 Minuten SPD – im Dialog“ den Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig.

Zunächst skizzierte der OB seine Bilanz für das vergangene Jahr zog und dann Schwerpunkte für das Jahr 2013. Nachfragen gab es dann zu den Themen wie den Hochwasserschutz in Lützel und Neuendorf und die erfolgreiche Arbeit der KSK (Kommunal Service Koblenz), ehem. Koblenzer Entsorgungsbetriebe. Mit diesen Erfolgsgeschichten könne die Stadt ruhig offensiver umgehen, so die Meinung einiger Besucher.

SPD Dialog Veranstaltung  Januar 2013

Bemängelt wurde von einem Schulleiter der Fortschritt bei der Schulraumsanierung. Die Zustände im Beatusbad würden einen geordneten und ergebnisorientierten Schwimmunterricht gar nicht mehr zulassen. ¼ des Unterrichts falle bereits aus, ergänzt eine Vertreterin der Elternschaft. Mit der Schließung der Sporthalle unter der Europabrücke stehen die Regenbogengrundschule und Lützeler Vereine auf der Straße und wissen nicht wohin.

Um die Situation im Beatusbad zu entspannen, räumte Hofmann-Göttig ein, dass hier die interkommunale Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Lahnstein noch verbessert werden könne und müsse. Ob und wie die Finanzierung eines neuen Hallenbades in Koblenz realisiert werden könne, dazu erwarte er Ende des 1. Quartals verlässliche Informationen.

„Hier werden wir auf jeden Fall am Ball bleiben“, erklärt dazu Detlev Pilger, „denn Schwimmen als Breitensport ist Teil der allgemeinen Daseinsfürsorge und muss den Bürgerinnen und Bürgern in Koblenz auch in Zukunft in ausreichender Form angeboten werden“, so Pilger weiter.

Besonderes Lob aus den Reihen der Gäste der Dialogveranstaltung erhielt der Oberbürgermeister für die Mitarbeiter des Grünflächenamts, die auch im Jahr nach der BUGA die Grünflächen der Stadt mit hohem Aufwand attraktiv gestaltet hätten. Leider musste der OB auch hier für das Jahr 2013 ankündigen, dass dies so nicht mehr machbar sei, da auch hier Einsparungen vorgenommen würden. Allein die Bepflanzung der Krone vor dem Schloss habe im letzten Jahr rund 150.000 Euro gekostet. Dieses Geld werde an anderer Stelle dringender benötigt.

Der OB hatte keine Patentlösungen im Gepäck und es wurde spürbar, dass die Mangelverwaltung keine schöne Aufgabe für einen Oberbürgermeister ist. Aber Hofmann-Göttig bekräftigte, dass er seine gesamte Amtszeit engagiert daran arbeiten will, für Koblenz das Beste herauszuholen.