Der Seniorenkreis der IG Metall Koblenz begrüßte auf seiner gut besuchten Sitzung den Koblenzer Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger SPD. Pilger stand zum Thema Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) Rede und Antwort.
Die Diskussion leitete der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Koblenz, Ali Yener. Pilger stellte zu Beginn klar, dass er einer von vielen Skeptikern in der SPD-Fraktion zu TTIP ist. Der Seniorenkreis kritisierte, dass die Verhandlungen geheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt werden, so dass die Aufklärung der Bevölkerung erschwert werde. Gerade ein Abkommen, was fast in alle Lebensbereiche hineinwirke, muss transparent verhandelt werden, so die einhellige Meinung.
Pilger sieht die sogenannte Negativliste problematisch, wonach alle Bereiche, die nicht ausdrücklich in den Abkommen ausgeschlossen sind, liberalisiert werden können. Seine Zustimmung mache Pilger im Bundestag davon abhängig, dass bestimmte rote Linien nicht überschritten werden dürfen. Yener und Pilger sind sich einig, dass TTIP nicht um jeden Preis abgeschlossen werden darf.

Die IG Metall bleibt bei ihren Forderungen zu Freihandelsabkommen:

  1. Keine Gefährdung von Arbeitnehmer- und Verbraucherschutz-, Sozial- und Umweltstandards durch Freihandel.
  2. Kein Investitionsschutzabkommen im Rahmen von TTIP .
  3. Anerkennung aller acht ILO-Kernarbeitsnormen durch die USA

Yener betont abschließend, dass zur Durchsetzung dieser Forderungen der politische und zivilgesellschaftliche Druck aufrechtzuerhalten ist. Daher ist die IG Metall und der DGB dem Bündnis „TTIP & CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“ beigetreten. Am 10. Oktober 2015 rufen sie mit zur Demonstration in Berlin auf. Denn für gute Arbeit sind gute Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung unabdingbar.