Erfah­rungs­be­richt von Mad­lin Bau­lig bei dem Pro­jekt|

Hal­lo, mein Name ist Mad­lin Bau­lig aus Koblenz und ich wur­de von mei­nem SPD Abge­ord­ne­ten Det­lev Pil­ger MdB ein­ge­la­den, an dem Plan­spiel “Jugend und Par­la­ment 2016 in Ber­lin” (JuP) teil­zu­neh­men. Was ist JuP eigent­lich, JuP ist ein Plan­spiel bei dem 315 Jugend­li­che im Alter von 16–20 Jah­re, vier Tage lang den Deut­schen Bun­des­tag und sei­ne Gesetz­ge­bun­gen mit all sei­nen Auf­ga­ben­be­rei­chen nach­stellt. Jeder Jugend­li­che muss sich einen fik­ti­ven Namen aus­den­ken den er über die­sen Zeit­raum als Abge­ord­ne­ter trägt. Ein Orga­ni­sa­ti­ons­team ord­net jeder Per­son per Zufalls­prin­zip eine Rol­le (Wer­de­gang) und einer fik­ti­ven Par­tei zu. Mit die­sen Grund­verraus­set­zun­gen ist man nun vier Tage lang Bundestagsabgeordnete/r des Deut­schen Bun­des­ta­ges und erlebt so den gesam­ten Wir­kungs­be­reich eines Abge­ord­ne­ten.
Wel­che Par­tei­en wur­den gebil­det: es gab die CVP (Christ­li­che Volks­par­te), APD (Arbei­ter Par­tei Deutsch­land), PSG (Par­tei Sozia­ler Gerech­tig­keit) und die ÖSP (Öko­lo­gisch-Sozia­len-Par­tei). Nach­dem nun alle Teil­neh­mer ihrer Par­tei zuge­ord­net wur­den, waren die Grund­vorraus­set­zun­gen geschaf­fen das Plan­spiel zu begin­nen. Ich wur­de der PSG zuge­ord­net. Nun durf­te jeder Teil­neh­mer in sei­ner Par­tei wäh­len, in wel­chem Aus­schuss er arbei­ten möch­te. Vier The­men stan­den hier­für zur Aus­wahl: Deutsch als Lan­des­spra­che, Direk­te Demo­kra­tie auf Bun­des­ebe­ne, Sahe­li­en-Ein­satz und Tier­schutz in der Land­wirt­schaft. Ich hat­te mich für den Innen­aus­schuss ent­schie­den und hat­te somit das The­men­feld “Direk­te Demo­kra­tie” als Auf­ga­ben­stel­lung.

Nun tra­fen sich alle Teil­neh­mer mei­ner Frak­ti­on, die eben­falls die­ses The­ma gewählt hat­ten, zur ers­ten Arbeit­kreis­sit­zung, um unse­re Stand­punk­te und Argu­men­ta­tio­nen zu erar­bei­ten, die wir dann auf der nächs­ten Aus­schuss­sit­zung vor­stel­len wol­len. Die­se Ergeb­nis­se stell­ten wir dann den ande­ren Frak­ti­ons­mit­glie­dern auf der Frak­ti­ons­sit­zung vor.
Alle Stand­punk­te wur­den nun auf der Aus­schuss­sit­zung vor­ge­tra­gen, um fest­zu­stel­len, mit wel­cher ande­ren Par­tei eine Koope­ra­ti­on zu Stan­de kom­men könn­te. Eben­falls wur­de über­legt, mit wel­chen Argu­men­ten man im Ple­num bei sei­ner Rede even­tu­el­le Ein­wän­de der geg­ne­ri­schen Par­tei­en ent­kräf­ten könn­te. Alle Ergeb­nis­se wur­den nun in der Frak­ti­on vor­ge­tra­gen und das vor­ge­hen für die Ple­nar­de­bat­te bespro­chen.
Als die­ses geschafft war, erar­bei­te­ten alle Kol­le­gen die sich für eine Rede ent­schie­den hat­ten an die Arbeit die­se zu Papier zu brin­gen. Alle ande­ren stell­ten ihre Hil­fe in ver­schie­de­nen Berei­chen zur Ver­fü­gung.

Der letz­te Tag begann mit einer Ple­nar­de­bat­te im Deut­schen Bun­des­tag in der es rich­tig zur Sache ging, und ende­te mit einer Podi­ums­dis­kus­si­on, bei der aus jeder rea­len Frak­ti­on ein/e Politker/in anwe­send war.
Fazit: ich habe die Zeit als Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te sehr genos­sen, obwohl es eine sehr anstren­gen­de Zeit war. Ich bin immer noch beein­druckt von den vie­len Auf­ga­ben­fel­dern die ein Abge­ord­ne­ter erle­di­gen muss. Auch war es ein groß­ar­ti­ges Erleb­nis mit frem­den Jugend­li­chen The­men zu erar­bei­ten und zu dis­ku­tie­ren und in der weni­gen Frei­zeit sich auch bes­ser ken­nen zu ler­nen. Mein abso­lut per­sön­li­ches Hight­light war mei­ne Rede über die direk­te Demo­kra­tie im Ple­nar­saal des Deut­schen Bun­des­ta­ges vor dem stellv. Bun­des­tags­prä­si­den­ten und den ande­ren Abge­or­ne­ten zu hal­ten, sowie mei­nen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Det­lev Pil­ger in sei­nem Wir­kungs­feld per­sön­lich tref­fen zu dür­fen.

An die­ser Stel­le noch­mals ein herz­li­ches Dan­ke­schön an Det­lev Pil­ger MdB für die Ein­la­dung und das tol­le Erleb­nis am Plan­spiel teil­neh­men zu kön­nen.
Ich kann jedem Jugend­li­chen, der die­se Mög­lich­keit erhält, raten die­se Chan­ce wahr­zu­neh­men. Es war eine unver­gess­sli­che Erfah­rung.
Mit freund­li­chen Grü­ßen
Mad­lin Bau­lig (Lau­ra Beh­ring MdB vom 04.–07.06.16)