Zum politischen Aschermittwoch der SPD Koblenz und des SPD Kreisverbandes Mayen-Koblenz kamen neben Malu Dreyer, Ministerpräsidentin, und Roger Lewentz, Landesparteivorsitzender und Innenminister auch der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner ebenso wie Dr. Anna Köbberling. Musikalisch unterhielt der Musikverein St. Servatius Güls e.V. die Genossinnen und Genossen.

Der Vorsitzende der Koblenzer SPD und Bundestagsabgeordneter, Detlev Pilger, begrüßte in der bis auf den letzten Stuhl besetzen Koblenzer Brauerei die etwa 300 Genossinnen und Genossen und stimmte auf die anstehenden Landtags- und Bundestagswahlkämpfe ein. Hierbei ging er hart mit der AfD und ihren undemokratischen und menschenverachtenden Agitationen ins Gericht.

Malu Dreyer blickte auf einen tollen Karneval zurück. Besonders sei ihr hiervon das Männerballett der CDU in Erinnerung geblieben: „Jens Spahn und Armin Lachet formen eine Hebefigur, Friedrich Merz mimt die Primaballerina und Norbert Röttgen muss am Rand zusehen und darf nicht mittanzen.“ Natürlich lag Hanau über dem Karneval. Dreyer erinnerte daran, dass seit 1990 rund 200 Menschen in Deutschland durch rechten Terror ums Leben gekommen seien. „Die SPD ist und bleibt die Rheinland-Pfalz-Partei des Miteinanders. Wir bleiben bunt“, so Dreyer.

Dreyer, die sich auf den kommenden Wahlkampf freut und nach Hamburg den Rückenwind für die SPD im Bund spüre, hat eine klare Kampfansage an die AfD: „Wir sagen nein zu einer Spaltung der Gesellschaft. Die AfD muss überflüssig werden.“ Die SPD in Rheinland-Pfalz werde im kommenden Wahlkampf klar mit Themen stark punkten können: Digitalisierung, Antworten auf den Klimawandel, niedrigste Arbeitslosenquote, beste Unterrichtsversorgung auch durch 600 zusätzliche Lehrerstellen und die kleinsten Klassen deutschlandweit nach Hamburg. „Mir wird Angst und Bange, wenn Christian Baldauf die Zeit von Bernhard Vogel zurückwünscht. Das bedeutet: Aus für die Ganztagsschule, Aus für Inklusion, Abschaffung moderner Fächer und zurück zu größeren Klassen. Mit uns nicht!“

Roger Lewentz dankte in seiner Rede auch den Ordnungskräften, besonders für deren Einsatz während der Karnevalstage. Der CDU warf er vor, sich nicht klar und eindeutig von der AfD abzugrenzen, sondern hier bewusst Nebelkerzen zu zünden.