Sicherheit und Sicherheitsempfinden sind gerade in einer Stadt wie Koblenz mit über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ein zentrales Anliegen und Thema der Bürgerinnen und Bürger. Den (guten) Kriminalitätsstatistiken auf der einen Seite, steht manchmal eine „gefühlte Unsicherheit“ der Bürger („Subjektives Sicherheitsgefühl) gegenüber.

Der Koblenzer Polizeipräsident Karlheinz Maron stellte sich diesen und weiteren Fragen im Rahmen der Veranstaltungsreihe der SPD Koblenz, „60 Minuten – SPD im Dialog“, die jeden ersten Samstag im Monat im Restaurant Dormont’s in der Koblenzer Altstadt stattfindet. Detlev Pilger, Vorsitzender der Koblenzer SPD und Abgeordneter des Deutschen Bundestags, moderierte die Veranstaltung.
Mit über 2.500 Mitarbeitern, Polizeibeamtinnen und – beamte, Verwaltungsbeamtinnen und –beamte, Tarifangestellte und Arbeiter, ist das Polizeipräsidium Koblenz mit seinen Dienststellen im Raum Koblenz, dem Neuwieder Becken, der Osteifel, dem Hunsrück, dem Westerwald und dem Rhein-Lahn-Gebiet für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in einem großen  Einzugsgebiet verantwortlich.
Die Polizei in Rheinland-Pfalz ist bei der Ausbildung Anziehungspunkt für Anwärterinnen und Anwärter aus ganz Deutschland. In Koblenz kennt man das Präsidium am Saarkreisel. In der Diskussion ist seit einiger Zeit auch verstärkt wieder die Errichtung einer ständigen Polizeiwache in der Altstadt. Hier böte sich nach Einschätzung der Befürworter die „Alte Münz“ auf dem Münzplatz an.
Maron zeigte sich bei dieser Idee eher zurückhaltend, verwies aber auch auf die unterschiedlichen Entscheidungsträger, die hier letztlich das Verfahren bestimmen.
Grundsätzlich hält er aber die Präsenz von Polizeibeamten auch in Innenstädten für ein positives Signal, nicht zuletzt für das Gefühl der Sicherheit der Bürger.
Die Altstadt ist in Koblenz – wie in jeder größeren Stadt – immer auch ein Hotspot, in dem Menschen manchmal über die Stränge schlagen. Neben der „traditionellen“ Polizeipräsenz hält aber auch immer stärker der technische Fortschritt Einzug bei der Polizei.
Beispielhaft nannte Maron hier den Einsatz von Body-Cams, also von kleinen Videokameras an der Uniform der Beamtinnen und Beamten. Diese Kameras können im Einzelfall Einsatzsituationen dokumentieren und haben damit auch einen hohen präventiven Aspekt.  Natürlich ist die Präventionsarbeit gerade an Schulen extrem wichtig. Frühzeitige Aufklärung könne helfen, Straftaten und Straffälligkeiten zu vermeiden. So lobt Maron beispielsweise das Haus des Jugendrechts als eine gute Einrichtung. Auch die Zusammenarbeit von Polizei und Ordnungsamt in Koblenz funktioniere sehr gut. Sicher gibt es auch in der Rhein-Mosel-Stadt an der ein oder anderen Stelle noch Raum für Verbesserungen, aber insgesamt können die Menschen hier sicher leben, so Maron.