Koblenz. Seit August 2019 ist Generalarzt Dr. Kowitz Standortältester der Bundeswehr für den Standortbereich Koblenz/Lahnstein. In dieser Funktion ist er Bindeglied zwischen militärischen und zivilen Behörden. Bei einem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger unterstrich er die Verbundenheit der Koblenzer Bürgerinnen und Bürgern mit der Bundeswehr.

Die Hauptaufgabe von Generalarzt Dr. Kowitz ist seine Funktion als Direktor des Multinational Medical Coordination Centre/European Medical Command. Am 4. September 2019 haben die 14 Mitgliedsstaaten in einer feierlichen Zeremonie den Startschuss zur initialen Einsatzbereitschaft gegeben. Aktuell sind bereits 17 Nationen aus NATO und EU Partnern beteiligt. Diese neue multinationale sanitätsdienstliche Einrichtung fungiert als Koordinator und Bindeglied zwischen EU und NATO sowie den militärischen Sanitätsdiensten und dem zivilen Gesundheitswesen. Für die Sanitätsdienste besteht eine große Abhängigkeit zwischen den zivilen und militärischen Stakeholdern in NATO und EU. Das hat die erste Welle der COVID-19 Pandemie erneut gezeigt.

„Zusammenarbeit, Solidarität und Multilateralismus sind der Schlüssel für unseren gemeinsamen Erfolg gegen das Coronavirus“, schrieb der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell auf Twitter. Deshalb wird das MMCC/EMC mit seinen Mitgliedsnationen gemeinsam Optionen zu einer Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Sanitätsdienste – auch Resilienz genannt – entwickeln. Ziel ist es, für eine mögliche zweite COVID 19 Welle vorbereitet zu sein, die dann auch mit einer Grippewelle zusammenfallen kann. Hierzu gehören auch Projekte, wie Vorratshaltung von medizinischen Engpassartikeln.

Von Bundeswehrangehörigen wird eine hohe Mobilität und Einsatzbereitschaft verlangt. Sie sind durch Versetzungshäufigkeit, Einsatzzeiten und Lehrgangszeiten oftmals sehr belastet. Als familienfreundlicher Arbeitgeber ergreift die Bundeswehr geeignete Maßnahmen, um die Kinderbetreuung für seine Angehörigen in der Fläche bedarfsgerecht sicher zu stellen. Hier versucht die Bundeswehr Ihre Anstrengungen am Standort Koblenz weiter zu intensivieren. Auch ist die Unterstützung der lokalen Behörden vor Ort wichtig. „Hier sollten alle Möglichkeiten unterstützt werden, dass die Angehörigen der Bundeswehr so früh wie möglich, am besten noch vor dem Umzug nach Koblenz, einen KiTa-Platz erhalten können“, unterstrich MdB Detlev Pilger.

Durch den Zuzug weiterer Anteile des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr ist Koblenz und Lahnstein zu dem größten Standortbereich in Deutschland – mit 18 Liegenschaften, 33 Dienststellen und ca. 10.000 zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie Soldatinnen und Soldaten geworden.

Detlev Pilger betont: „Für Koblenz ist die Bundeswehr mit all ihren Dienststellen ein fester Bestandteil des Stadtlebens und ein wichtiger Arbeitgeber. Es gilt hier politisch für Standortsicherheit zu sorgen“.