Koblenz, im August 2020. Seit dem 1. Juni 2020 ist Thomas Przybyla neuer Präsident der Bundespolizeidirektion Koblenz. Im Gespräch mit dem SPD Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger erklärte er, dass seine Aufnahme sehr freundlich und offen war und er alle Dienststellen und Inspektionen bereise. Die Bundespolizeidirektion Koblenz, die der 59-Jährige Thomas Przybyla nun leitet, ist mit mehr als 2.300 Mitarbeitern in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen sowie dem Saarland zuständig.

Der Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger und der Polizeipräsident unterhielten sich zum Einstieg über den aktuellen Stand der Nachwuchspolizeikräfte. So habe sich die Bewerberquote deutlich verbessert, sodass in Kürze rund 10.000 Personen bundesweit gleichzeitig als Nachwuchskräfte ausgebildet werden und so die in die Pension ausscheidenden Polizeikräfte nicht nur personell ausgeglichen, sondern in rund zwei Jahren in den Dienststellen ein tatsächlicher Aufwuchs stattfindet.

Weitere wichtigen Themen waren Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte sowie Rassismus innerhalb der Polizei. So sind Präventionsprojekte und teilweise verpflichtende Schulungsprogramme ein Bestandteil, um möglicher rassistischer Strömungen entgegenzutreten und interkulturelle Begegnung im Dienst zu erleichtern. Darüber hinaus gibt es noch eine Vertrauensstelle und die Seelsorge, die unterstützend zur Seite stehen. Schwierig ist die Gewalt gegen Polizeibedienstete, beispielsweise von alkoholisierten Fußballfans oder Menschen, die Frust über Polizeigewalt in anderen Ländern rauslassen wollen aufgrund von Vorurteilen.

„Die Arbeit, die die Bundespolizei leistet, ist ganz klar die wichtige Arbeit für Recht, Demokratie und Gesetz. Und das ist Einsatz für unseren Rechtsstaat – den unter anderem Verschwörungsgläubige und Rechte versuchen auszuhebeln und Gruppen gegeneinander auszuspielen.“, erklärt Detlev Pilger, MdB, „Wenn man auch mal einen Perspektivwechsel vornimmt, sieht man, dass es nicht immer eine einfache Arbeit ist. Aber dafür leisten die Polizistinnen und Polizisten eine hervorragende Arbeit!“