Martyrium an Bürokratie und emotionale Niederschläge | HptBtsm Michael Tomelzik war Soldat auf Zeit und erkrankte im Auslandseinsatz in Afghanistan an Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS). Besonders schlimm war die Situation für die junge Familie, da er bereits aus der Bundeswehr ausgeschieden war, sich in einer Ausbildung weit entfernt von der Familie befand und nicht mehr auf die PTBS-erfahrenen Bundeswehrärzte zurückgreifen konnte. Somit dauerte es sehr lange, bis die Erkrankung sicher diagnostiziert wurde und mit der Therapie begonnen werden konnte. Seither durchlebt die Familie ein Martyrium an Bürokratie und emotionalen Niederschlägen, die die Familie außergewöhnlich belastet. Mittlerweile ist Michael Tomelzik auf dem Weg der Besserung und leistet seit kurzem sogar wieder Dienst. Über seine Anträge wurde bislang jedoch noch nicht entschieden.

Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger (SPD), der einen persönlichen, direkten Eindruck über die Situation eines an PTBS erkrankten Soldaten gewinnen konnte, überreichte Stefan Leist vom Bereichsvorstand West der ganzen Familie im Namen des BwSW am 16. September einen Reisegutschein in ein Haus oder Hotel des BwSW mit der freundlichen Bitte, während dieser zweiwöchigen Auszeit die Seele baumeln zu lassen, neue Kraft zu schöpfen und eine unbeschwerte Zeit zu genießen.

Familie Tomelzik bedankte sich recht herzlich und wünscht allen anderen Betroffenen und deren Familien ganz viel Kraft, Zuversicht, vor allem aber Durchhaltevermögen.

Der Originalartikel ist auf der Internetseite des Bundeswehr Sozialwerks erschienen. Sie finden ihn hier.