Bei der Veranstaltung „Stadt – Land – Bund“ wurde vor allem deutlich: Der Schul- und Bildungsstandort Rheinland-Pfalz ist attraktiv. Das Land investiert jährlich mehr als 5 Milliarden Euro in die Bildung. Und die Mittel sind gut angelegt: 40.720 Lehrerinnen und Lehrer, 1.300 Neueinstellungen alleine im Schuljahr 2013/14, kleinere Klassen, über 600 Ganztagsschulen und eine Unterrichtsversorgung von 98 Prozent.

Fast 100 Gäste waren der Einladung des Koblenzer Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger und dem Vorsitzenden der SPD Koblenz David Langner, gefolgt – darunter viele aus dem pädagogischen Bereich. Mit Staatssekretär Hans Beckmann stellte sich nicht nur ein Vertreter der Mainzer Landesregierung den Fragen aus dem Publikum, sondern auch selbst ein Pädagoge. Natürlich nutzen viele der anwesenden Pädagogen die Gelegenheit, aus ihrem Arbeitsalltag und von ihren persönlichen Eindrücken zu sprechen.

11045387_884565624899285_7998199531495150997_oDabei wurden auch kontroverse Themen angesprochen, wie beispielsweise der Ausfall von Schulstunden. Hier verwies Beckmann aber auf die im Bundesdurchschnitt beachtliche Versorgungszahl von 98,4 Prozent. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass ein noch so guter Personalplan nicht immer Ereignisse wie Grippewellen oder sonstige temporäre Ausfälle von vornherein berücksichtigen könne. Aber selbst hierfür habe sich das Land gewappnet, indem es einen Pool von 500 verbeamteten Vertretungslehrern für eben solche temporären Engpässe vorhalte. Dieser werde aktuell sogar noch verdoppelt.

Stolz verwies Beckmann auch auf Errungenschaften wie die Förderschulen und die Inklusion. Erfreulich in diesem Zusammenhang: Die Inklusionsquote an den Regelschulen im Land beträgt 30 Prozent. Hier wurde von Vertretern der Lehrerschaft und der Eltern aber bemängelt, dass die Förderstunden für Kinder mit Förderbedarf nicht ausreichend seien. Die kritischen Anmerkungen der anwesenden Pädagogen nahm Beckmann gerne mit nach Mainz.

L15_5344Darüber hinaus gebe es besondere Herausforderungen hinsichtlich der Integration an Schulen und gezielter Sprachförderung. Auch hier bescheinigten einige der Anwesenden dem Land, auf einem guten Weg zu sein – auch wenn dieser Prozess gerade in Zeiten verstärkter Zuzugsströme weiter optimiert werden müsse.

David Langner zog eine positive Bilanz der Veranstaltung: „Die SPD hat gezeigt, dass sie sich mit Fragen und Wünschen auseinandersetzt. Die Bildungspolitik des Landes war in der Vergangenheit vorausschauend und beispielgebend. Dies zeigt nicht zuletzt die Einführung der Ganztagschule. Wir bleiben aber in Rheinland-Pfalz nur vorne, wenn wir uns auch den anstehenden Herausforderungen stellen