Koblenz. Gemeinsam mit seinem Kollegen aus dem Verteidigungsausschuss, Thomas Hitschler, besucht der Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger (beide SPD) vergangene Woche das BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) und das Multinational Medical Coordination Centre/European Medical Command (MMCC/EMC) in Koblenz. Vor Ort informierten sich die beiden Abgeordneten über aktuelle Entwicklungen und Perspektiven an den beiden Standorten.

Die Gesprächsteilnehmer erklärten, dass nach jetziger Kenntnis der Standort bis 2025 erhalten bleibe. Für Pilger und Hitschler ein wichtiges Zeichen für die rund 5.000 Beschäftigten. Pilger unterstrich die Bedeutung der Liegenschaft für Koblenz: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde stellen einen gewichtigen Beitrag für unsere lokale Wirtschaft dar. Wir müssen alles tun, damit das in Zukunft auch weiter so bleibt.“ Gleichzeitig betonte er, dass die Stadt Koblenz Planungssicherheit benötigt. Nicht zuletzt auch in Hinblick auf die BUGA 2029.

Im anschließenden Gespräch mit dem Personalrat ging es unter anderem um die persönliche Schutzausrüstung der Bediensteten der Bundeswehr. Pilger und Hitschler zeigten sich einig: „Ziel muss es sein, dass für alle Angehörigen der Truppe eine moderne Ausrüstung zur Verfügung steht und diese schnellstmöglich dort ankommt, wo sie gebraucht wird.“ Darüber hinaus war auch die Frage der personellen Ausstattung des Standorts Thema. Wenn zusätzliche Aufgaben durch das Bundesamt übernommen werden, sei dafür zusätzliches Personal notwendig, so die beiden Abgeordneten am Ende der Gespräche beim BAAINBw.

Beim Termin mit dem MMCC/EMC, der multinationalen Einrichtung für militärisch-medizinische Leistungen, konnten sich Pilger und Hitschler ein Bild über die Arbeit der Einrichtung machen. Der Direktor, Generalarzt Dr. Stefan Kowitz, informierte über die Aufgaben und zunehmende Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für die medizinische Versorgung sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich. Dabei wurde auch die geplante erweiterte Nutzung des Standortübungsplatzes Schmidtenhöhe vorgestellt. Das dort frisch installierte Weltraumüberwachungs- und Verfolgungsradar gewinnt Daten über Verteilung und Bewegung von kleinen und kleinsten Weltraumschrottteilchen. „Ein wichtiger Beitrag zur Sicherheitsvorsorge“, stimmten Pilger und Hitschler überein.

Die abschließende Runde mit Vertretern des Bundeswehrverbands richtete den Blick auf Karrieremöglichkeiten von Soldatinnen und Soldaten. Dazu Hitschler: „Um die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiver zu machen, ist es wichtig, dass wir ein umfassendes Personalentwicklungskonzept erarbeiten, mit dem wir die Lebensrealitäten der Bundeswehrangehörigen abbilden und die Beschäftigten in Uniform und in Zivil langfristig an die Truppe binden können.“