Bei ihrem Besuch in der Verbraucherzentrale Koblenz informierte sich Andrea Nahles über deren vielfältige Arbeit zum Schutz der Verbraucher. Gemeinsam mit dem SPD-Bundestagskandidaten aus Koblenz, Detlev Pilger, diskutierten sie über die Möglichkeiten, Verbraucher besser vor Betrug zu schützen.

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Ulrike von der Lühe vom Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz unterstricht dabei, dass das Problem bereits im Kindesalter beginne. Die wenigsten Kinder hätten ein Bewusstsein für ihre Rolle als Verbraucher und Verbraucherkompetenz sei in Schulen kein Lehrstoff. Dementsprechend arglos agierten sie dann als erwachsene Konsumenten. Detlev Pilger betonte auch die Verantwortung der Werbeindustrie. Die immer größere Flut an Werbung und deren Versprechen seien für Kinder und Jugendliche oftmals nur schwer zu selektieren in ‚glaubhaft‘ und ‚utopisch‘. Andrea Nahles betonte, dass die SPD die Verbraucherzentralen in den fünf primären Bereichen Finanzen, Energie, Digitale Welt, Lebensmittel und Gesundheit zu „Marktwächtern“ ausbauen wolle.
Diese sollen den Markt beobachten, Verbraucherinnen und Verbraucher beraten, das verbrauchergerechte Verhalten von Unternehmen bewerten, Hinweise bearbeiten und systematisiert an Aufsichtsbehörden weitergeben. Mittels kollektiver Klagerechte sollen sie rechtswidrige Marktpraktiken bekämpfen. Durch die Beteiligung in Gremien werden sie verbraucherpolitische Interessen präventiv vertreten.
Dafür werde die SPD nach einer Aufbauphase 50 Millionen Euro jährlich als Regelförderung bereitstellen. Andrea Nahles bekräftigte: „Dafür werden wir bis zu 20 Prozent der vom Bundeskartellamt verhängten Geldbußen wegen Kartellrechtsverstößen zweckgebunden verwenden. Das ist uns der Verbraucherschutz allemal wert.“