Detlev Pilger kann die Sorgen der Beschäftigten des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) am Standort Koblenz nachvollziehen. Er versichert, dass Bemühungen um dessen Erhalt unvermindert weiterlaufen. Er wird bei dem neuen Verkehrsminister Alexander Dobrinth die Situation darlegen und auf eine Lösung im Sinne des Standortes und deren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen drängen, wie es im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurde. „Für mich steht an erster Stelle, die Behörde am Standort über das Jahr 2020 vollwertig zu erhalten. Es ist nicht nachvollziehbar, dass Koblenz, einer der größten und modernsten Standorte der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bundesweit und der größte in Rheinland-Pfalz, der sehr viel kleineren in Trier angegliedert werden soll, um auf lange Sicht ganz aufgelöst zu werden. Kommt es hierzu, wird in meinen Augen leichtfertig mit der Sicherheit der Schifffahrt auf einer wichtigen Verkehrs- und Transportader gespielt.“

Pilger erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass in den letzten drei Jahren in die Modernisierung der Anlagen Millionen investiert wurden. Auch nehme der Standort Koblenz einen wichtigen Platz als Ausbildungsstätte und in der Aufsicht über die Schleusen auf der Lahn und der Mosel ein. Das WSA Koblenz hat insgesamt 450 Mitarbeiter und ist mit seinen fünf Außenbezirken und dem Bauhof zuständig für die Bundeswasserstraßen Lahn und Mosel mit 27 Schleusen- und 29 Wehranlagen. Angegliedert ist die Fachstelle für Maschinenwesen Südwest und die Fachstelle der WSV für Verkehrstechniken.

Es ist damit eines der größten und modernsten bundesweit und das mit Abstand größte in Rheinland-Pfalz. Nach dem 5. Bericht zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung an den Haushaltsausschuss soll das WSA Koblenz 2014 zu einer Außenstelle der deutlich kleineren Trierer Behörde degradiert und 2020 ganz aufgelöst werden. Für Detlev Pilger ist auch wichtig, dass die 41 Ausbildungsplätze in neun verschiedenen Berufen erhalten bleiben.