Schon in 4 Wochen werde ich „ leider“ meine Heimreise antreten. Ich kann nicht in Worte fassen wie dankbar ich bin für all die Dinge, die ich in diesem Jahr erlebt habe. Ich werde mich für den Rest meines Lebens an viele Erlebnisse hier erinnern.

Leb wohl zu sagen in der Schule und immer mehr Personen wahrscheinlich nicht wiederzusehen ist sehr traurig für mich. So sehr ich die letzten Tage hier genieße, so bin ich trotz allem auch sehr traurig. Ich möchte meine Freunde, meine Familie, meine Lehrer und Schule nicht verlassen. Meine erste Frage, als ich mit meinen Eltern in Deutschland geskypt habe war, ob und wann ich wieder in die States kommen kann, um all die mir lieb gewordenen Menschen hier zu besuchen. Ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer irgendjemandem zu erzählen was ich hier erlebe. Ich bin überzeugt dass man Manches nur versteht wenn man es erlebt. Und ein Austauschjahr ist eines davon. Man kann nicht beschreiben wie es sich anfühlt in ein fremdes Land zu gehen ohne Eltern, Freunde oder andere Gewohnheiten und dann so wunderbar und warm empfangen und aufgenommen zu werden. Ich wertschätze jeden Einzelnen, der Teil meines Lebens hier ist. Natürlich meine Gastfamilie ganz besonders, Meine Freunde, Meine Lehrer, aber auch sehr wichtig meine Familie zu Hause und alle AFS-Mitarbeiter und Sie.

Ich habe jetzt Ferien und treffe mich mit vielen Freunden. Ich war kürzlich mit meiner Hostfamilie eine Woche im Urlaub in Durango (mitten in der Wildnis) und es war wirklich toll. Wir haben viel geraftet und haben einige Mountainbike-Touren unternommen. Ich habe viele Menschen kennengelernt und viele Freundschaften geschlossen mit Menschen aus allen Teilen der Welt. Wunderbar !!
In diesem Jahr werden wir uns auf dem Münchner Oktoberfest nochmal mit vielen AFS-lern aus aller Welt wiedersehen. Darauf freue ich mich sehr. Ich mag es nicht, dass alles, je näher meine Abfahrt rückt, immer zweischneidiger wird. Ich liebe es Dinge zu erleben, weiß aber auch, dass ich Manches nie wieder so erleben werde. Es gibt mir nur Hoffnung, dass ich mich auf meine Freunde und meine Familie zu Hause immer mehr freue.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Jahr unvergesslich war und ich sehr traurig bin wegzugehen – zur gleichen Zeit aber auch aufgeregt bin wie sich das „neue Alte“ in Deutschland anfühlen wird.