Die Bundesregierung will zum Ende des Jahres Förderungen in Höhe von 400 Millionen Euro einstellen, die vor allem sozial benachteiligten Schülern zu Gute kommen. Detlev Pilger, SPD-Bundestagskandidat im Wahlkreis Koblenz und selbst Berufsschullehrer, kritisiert das rücksichtslose Vorgehen der schwarz-gelben Koalition. Mit den Fördermitteln werden die Kommunen bei der Schulsozialarbeit und der Mittagsessensausgabe für leistungsberechtigte Schülerinnen und Schülern unterstützt. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie förderlich die zusätzliche Schulsozialarbeit für den einzelnen Jugendlichen, aber auch für die ganze Schulgemeinschaft wirkt“ so Pilger. Schätzungen zu Folge seien allein in Rheinland-Pfalz 178 Stellen von der Streichung betroffen und somit viele erfolgreiche Angebote in Gefahr.

Die Fördermittel würden von allen Landkreisen und Städten dringend benötigt, um allen Kindern, unabhängig vom Einkommen der Eltern, annähernd gleiche Entwicklungs- und Bildungschancen zu bieten. „Mit einem Gesetzesantrag soll die Streichung der Mittel verhindert und eine Fortsetzung der erfolgreichen Betreuungsarbeit gewährleistet werden“ kommentiert David Langner, Vorsitzender der Koblenzer SPD, die rheinland-pfälzische Bundesratsinitiative. Gemeinsam mit Nordrhein-Westfahlen wolle man die rot-grüne Mehrheit in der Länderkammer nutzen, um den sozialen Kahlschlag an Schulen zu verhindern. Mit einer SPD-geführte Bundesregierung käme es niemals zu einer Kürzung, die ein erfolgreiches Programm für mehr Chancengleichheit und mehr Bildungsgerechtigkeit schwächt, versichern Pilger und Langner mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl.